Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

te nur mit halbem Ohr hin, wahrend sie den Madchen noch Anweisungen für den Einkauf gab. Erst als Sohn und Tochter ihre Streitigkeiten auch beim Frühstück fortsetzten, fuhr sie dazwischen:

„Wir sind zu Hause vierzehn Geschwister gewesen und haben unsere Eltern in zehn Jahren nicht so viel sekiert wie ihr beide uns an einem Tag!"

Auf die Kinder machte das keinen grossen Eindruck. Sie hatten es schon zu oft gehort, und ausserdem sikkerte gelegentlich da und dort etwas durch, was diese Behauptung einigermassen in Frage steilte. So tat auch jetzt der mütterliche Einspruch nicht seine Wirkung, sondern die dreizehnjahrige Johanna schrie auf den Bruder ein:

„Kümmere dich um dich und deine Angelegenheiten! Was ich sag und tu, geht dich einen Schmarrn an!" „Es geht mich an!" überschrie sie der Bruder, „denn eines Tages wird man auch auf mich mit dem Finger zeigen: der da, der ist der Bruder der Johanna Deutsch!"

„Wie redest du denn mit deiner Schwester?!" geriet nun auch Frau Deutsch in Arger, „Zustande sind das!" „Ich rede mit ihr, wie sies verdient! Warum blamiert sie mich denn in der ganzen Schule, dass ich mich kaum noch sehn lassen kann!"

„Tu du nur deine Pflicht in der Schule und sei ein ordentlicher Schiiler. Dann kannst du dich überall sehn lassen", riet Leopolds Mutter.

„Das hat damit überhaupt nichts zu tun! Johanna macht mir Schande, wo sie kann. Als Neuestes erzahlt sie Jungen aus meiner Schule, wir haben einen Onkel in Paris. Diese gemeingefahrliche Lügnerin!" „Schweig still mit deinen ordinaren Redensarten!"

Sluiten