Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

nach ihren Erzahlungen über des Onkels Briefmarkensammlung. Und so wurde eben der Mutter zwölfter Bruder geboren, und mit den seltensten Marken der Welt und den hervorragendsten Charaktereigenschaften ausgestattet. Es war eine lustig erschwindelte Geschichte mit soviel Fortsetzungen, wie es Tage gab. Johanna wollte die andern unterhalten und unterhielt sich selbst am besten. Immer neue Spasse fielen ihr ein, immer neue Tugenden legte sie dem Onkel bei. Allmahlich entsprach er dem, was man von den Erwachsenen immer erwartet, und was sie doch nie sind. Mit der Zeit fasste sie eine ehrliche Zuneigung zu ihrem neuen Verwandten. Die Buben aber waren auf seinen in Aussicht gestellten Besuch neugierig und gespannt wie sonst nur auf Zeugnisse. Die Markensammlung, drei dicke Schaubeckalben, hatte der berühmte Philatelist natiirlich immer bei sich. Das verstand sich von selbst. Ebenso verstand es sich von selbst, dass die Jungen durch Johannas Gnade nur so in seinen Doubletten schwimmen würden, und es würde ihm nicht einmal darauf ankommen, die dreieckigen Marken vom Kap der guten Hoffnung zu verschenken, wenn Johanna ihn darum anginge. Davon, dass die Niehte eines solchen Mannes „nur ein Madel" sei, davon war bei keinem einzigen der Buben mehr die Rede.

Irgend eine F rage Emmerichs an Johannas Bruder hatte dann den ganzen PariserVerwandten in Luft aufgelöst. Und nun trottete sie, traurig und beschamt, ohne die lachende, larmende Bubengesellschaft, zur Trambahn. Mehr noch als ihr allmorgendlicher Hofstaat fehlte ihr mdessen der Onkel selbst, der Onkel an sich. Dass es in Wirklichkeit vielleicht einen Onkel Joseph oder Sandor in Wien gab, verschlimmerte ihre Lage nur. Zwar

Sluiten