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Stimme, und ihr Yortrag war ein ausgesprochenes Herunterleiern. Auch ihr Ausseres war alles eher als reizvoll; aber Lehrer haben in der Regel ihre eigenen unerforschlichen Masstabe gegenüber der Tochter eines Militarattachés der deutschen Botschaft.

Nach dem ersten glühenden Protest sank Johanna in sich zusammen, völlig apathisch gegen das, was noch urn sie herum geschah. Sie war zerschmettert.

Das Bergmanngymnasium ist eine der führenden Schulen in Wien und eines der ersten Madchengymnasien überhaupt. Man legt hier ganz besonderen Wert auf individualistische Erziehung, und ebenso wichtig wie die obligaten Schulfacher ist die Anstandslehre, in der jegliche Lebenslage, Tischsitten mitinbegriffen, besprochen und, nach Möglichkeit, praktisch berücksichtigt wird. — Frau Direktor Bergmann, die Leiterin, hatte entdeckt, das Grundelement einer Schule müsse im Yertrauen der Zöglinge zum Lehrerpersonal bestehen. Eine Schule war eben auch nichts anderes als ein Staat, wo Popularitat und mystische Unantastbarkeit gegeneinander abgewogen werden mussten. So hatte die Frau Direktor eine Beratungsstunde eingerichtet. An einem schulfreien Nachmittag war sie für ihre Schülerinnen zu sprechen, und man konnte sich über alles und jedes bei ihr Rat holen. Es hatte ihr bei dieser Massnahme vorgeschwebt, die Kinder zu veranlassen, sich in allen Fragen des privaten Lebens an sie zu wenden. Das geschah nicht. Wohl war die Beratungsstunde immer besucht; aber man kam, um sich — als Ratsuchende — über den Irrtum, die Ungerechtigkeit eines Lehrers zu beklagen oder über das Verhalten einer Mitschülerin, oder man kam, um über die

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