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Sonnenthal — ehemaligem Schneidergesellen aus dem Budap ester Ghetto, dem man es gleichtun würde. Und mitten unter sich in der Klasse Latten sie einen standigen Ansporn in dem Anblick Jakob Nahums. Zwar war nichts Besonderes an dem kleinen stammigen Bengel, weder an seiner gedrungenen Gestalt, noch an der steilen Stirn, der gerade vorspringenden dicklichen Nase, den rund vorgewölbten blauen Augen. Diesen Jakob Nahum, dessen Mutter in der Leopoldstadt ein beschauliches Leben führte, gab es aber fünf Mal in den verschiedensten Jahrgangen. In Intervallen von drei, vier Jahren gab es immer wieder den selben Nahum mit der steilen Stirn, der vorspringenden dicklichen Nase, den runden Augen mit dem herausdrangenden, weitschauenden Bliek. Das Besondere an den fünf Nahums war, dass es noch einen sechsten gab, der aber schon Ernst Greifenberg hiess und in Berlin sass als ganz grosser Mann. Er ist zu dieser Zeit schon berühmt, macht ein ganz neues Theater mit machtiger Ausstattung. Die einen sagen dazu, er sei ganz gross, die andern nennen es mit einem durchsichtigen Nebensinn: orientalisch.

Dieser berühmte Mann war als Ernst Nahum geboren und hatte sich in der grossen Welt seinen grossen Namen gemacht. Und auf den Bildern, die es von ihm in den illustrierten Zeitungen und Magazinen gab, war ganz das gleiche Gesicht, das die andern fünf Nahums durch die Leopoldstadt trugen, und auch der jüngste Nahum, Jakob, der Klassenkamerad Leo Deutschs. Und das eben war Jakobs Besonderheit: der grosse Bruder in Berlin.

Und in all diesen Jungen war die selbe vehemente Durchschlagskraft, die diesen „grossen Bruder", oder

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