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einen andern, schon hinaufgetrieben hatte. Gestützt auf die ungenützt aufgespeicherten Krafte der Vorahrenschufen sich Ehrgeiz und Tatendrang ihren Weg. Wie immer in der Generation, die die erste ist die von unten kommt. Wahrend die Kinder der Arrivierten schon fein und still geworden sind und matl und ohne rechten Schwung, was sie tun Es war nur natürlich, dass Johanna mit sehnsüchtiger Bewunderung auf die Feinen, Wohlerzogenen schaute. nsgeheim machte sie ihren Eltern erbitterte Yorwür-

%+irT f6 ^ daS widerwartige Leben Leopoldstadter Kleinburger hineingesetzt hatten, sie, die sich zu ganz anderem ausersehen glaubte Eine bequeme Weltanschauung verbreitet von einer Generation zur andern den frommen Irrtum, dass Eltern ihren Kmdern alles bedeuten. Wer klar und ohne oentimentalitat und ohne seine kindlichen Lebensumstande nachtraglich zu dramatisieren, zurückzudenken vermag, weiss, das Yerhaltnis des Kindes zu den Eltern bleibt lebenslang fast das gleiche wie in den neun Monaten vor der Geburt. Es steht und fallt fast immer mit der Zweckmassigkeit. Alles andere ist Zutat aus menschlichem Hirn, eine Fiktion, schonungsvolle iauschung auf beiden Seiten.

Johanna nun erschienen ihre Eltern höchst hinderlich. j10 hlelt es fur emen bittern Missgriff der Vorsehung ass sie an diese Eltern geraten war und nicht an die' von Madge oderTrixie.wohin sie eigentlich gehörte.Sie s elite sich das Leben ihrer bevorzugten Mitschülerinnen so vor, als sassen sie zu Hause unausgesetzt an den Quellen der Ethik, wahrend sie brennenden Durst litt nach geistiger Führung und Beratung und moralischer /.ïelgebung. In sich versponnen, überlegte sie oft, wie

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