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Stadlers Interesse aber war keineswegs ihr zugekehrt:

„Sag einmal, glaubst du, dass es deinem Bruder ebenso geht wie dir?"

„Er spricht nicht mit mir darüber. Aber ich denk mir mein Teil über ihn. Er ist doch fast nie zu Hause, gerade nur, urn Schularbeiten zu machen. Und sonst zieht er immer mit christlichen Madeln herum, und eigentlich laufen ihm die direkt nach. Als ich ihm das einmal vorhielt, hat er gesagt, das versteh ich nicht. Aber er muss mich für dümmer halten, als ich bin; denn ich verstehe es ganz gut."

„Wenn du es also verstehst"- Stadler blattert in einem Buch, scheint über etwas nachzudenken und fragt dann zögernd, aber trocken und sachlich: „Dann magst du mich demnach auch nicht?"

„Sie? ' fragt Johanna erstaunt zurück, „Sie? Aber Sie zahlen doch da überhaupt gar nicht mit, so hoch stehen Sie! Eigentlich halte ich Sie direkt für etwas Heiliges."

Obwohl hier Stadler eine nervöse, beinah gereizte Abwehrbewegung macht, redet sie hastig weiter: „Ich muss Ihnen einmal etwas erzahlen: ich wollte immer so gern wissen, was ein Heiliger tut, wenn er allein ,st _ wie das aussieht, wenn ihm so die ganz grossen Gedanken kommen, mit denen er einmal die ganze Welt umkrempeln wird. Und da hab ich durchs Schlüsselloch geschaut. Aber da hatten Sie gar keine grossen Gedanken, sondern Sie sassen am Tisch und assen. Natürlich weiss ich, dass Sie essen und schlafen und trinken müssen wie andere Menschen. Ich hab es mir nur nie vorgestellt. Und nun sah ich das plötzlich. Sie assen ganz genau wie ich und andere Menschen auch. Das warf mich direkt um. Noch tagelang da-

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