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Frau Deutsch tat diese Zusammenfassung irgendwie wohl, wirkte besanftigend, und sie konnte über die Tochter ruhiger nachdenken. Man wird Johanna bald verheiraten miissen. Wenn sie einen Mann hatte und spater Kinder, würde sich das alles geben. Momentane Sinnesverwirrung....

Da war schon einmal eine bis heute unaufgeklarte Sache passiert, damals mit dem Kind der Trafikantin, — vier oder fünf Jahre war das her.... Frau Deutsch erinnerte sich noch, es hatte mittags einen Wortwechsel zwischen ihr und dem Gatten gegeben, ganz belanglos übrigens, vielleicht wieder über angebranntes Kraut oder ahnliches. Herr Deutsch aber war plötzlich aufgesprungen und hatte gesagt, er habe das jetzt satt, und er gehe zu Neugröschl essen. Frau Deutsch nahm es nicht weiter tragisch. Neugröschl war ein streng koscheres Lokal, dies vor allem; aber es war auch sündhaft teuer. Sollte also der Gatte bei Neugröschl essen, die Augen würden ihm übergehen bei den Preisen. Übrigens waren mitten in der Woche dort fast mehr Christen anzutreffen als Juden — mochte sich also dei unzufriedene Ehemann ruhig dazusetzen.

Johanna begegnete dem Vater etwas spater auf der Gasse. Sie spielte gerade mit dem Baby der Trafikantin, das vor dem Tabakladen in seinem Kinderwagen lag. Dem Vater tat sein aufbrausendes Wesen schon langst leid. Er war durchaus nicht zu Neugröschl essen gegangen, sondern hatte irgendwo eine Tasse Kaffee getrunken. Jetzt beauftragte er Johanna, der Mutter zu bestellen, sie möge zum Abend frischen Kukuruz kochen und reichlich Butter dazu geben, er komme heute früher nach Hause.

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