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artiges aufflammen. In der Stunde des Todes sehen oft die ganz einfachen Gesichter so aus, wie aus einem Guss, und auch in den vereinzelten Momenten einer Erkenntnis, die sckon über ihre kleine Existenz hinausreichen.

„Weiss icb, was der Ewige, sein Name sei gelobt, mit ihr vor hat?' dachte Frau Deutsch, und dann knirschte wieder die Schere durch den dicken Köperstoff.

Einsam und unverstanden schlendert Johanna an der Feuerwehr vorbei über den schonen Barockplatz Am Hof.

Es ist gerade Markt. Die letzten Rosen und die ersten Astern füllen die am Rand gelegenen Blumenstande und durchdringen die Luft mit jenem melancholischen Geruch, der, niemand könnte sagen warum, an Graber erinnert.

Johanna schlendert durch den bunten Herbst des Gemüsemarkts, hört nichts, sieht nichts. Nur diese modrig-süsse Luft von den Blumenstanden her empfindet sie.

Johanna ist mit Gott und der Welt zerfallen.

Vor dem schmucklosen Portal der Schottenkirche

macht sie halt.

Ein Hund sitzt geduldig am Eingang und wartet wohl auf seinen betenden Herrn.

„Ich muss auch draussen stehn, genau wie du", erzahll sie dem Hund, „obwohl es da drin ein berühmtes Gnadenbild des heiligen Judas Thaddaus gibt. Ich kenne ihn gut, früher habe ich ihn immer besucht; aber für uns zwei arme Hunde tut er keine Wunder — du brauchst gar nicht erst um etwas zu bitten." Der Hund lacht sie ein wenig an mit seinen klugen

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