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Augen und wedelt mit dem Schwanz. Er hört angestrengt zu.

„Ich könnte ja auch Wunder vollbringen', eröffnet ihm Johanna, „ich kann machen, dass alles auf der Welt schoner und gerechter und bun ter und lustiger ist. Aber weisst du, was der Dank dafür ist, wenn ich einmal solch ein Wunder vollbracht habe? Meine Mutter haut mir eine runter. Und sagt, ich bringe sie noch unter die Erde mit meinen Lügen...."

Der Hund gibt sich grosse Mühe; aber er begreift doch nur unvollkommen, wovon die Rede ist. Doch die Kreatur ist eben unmenschlich und darum gütiger. Dies jedenfalls begreift er, das Kind ist so allein, dass es einen fremden Hund anspricht. Unaufgefordert gibt er die Pfote.

Die wundertatige Johanna wandert weiter. Die Welt will von ihr nicht schoner und heiterer gemacht werden. Yorlaufig noch nicht.

Johanna sitzt in der Strassenbahn und fahrt zur Schule. Wie alle Tage. Nur noch unlustiger. Sie kommt von zu Hause, wo man sie seit der Schulfeier wie einen Schwerverbrecher behandelt, und sie fahrt in die Schule, wo sie, eine Schülerin ohne alle Bedeutung, und eine Kameradin ohne jeglichen Wert, eine Null ist. Hier in der Strassenbahn ist vielleicht der einzige Platz auf der Welt, wo sie ein wenig in Sicherheit ist. Nur hier verfolgt man sie nicht mit abstrafenden Blieken, nur hier rangiert ein vergessenes Schulheft nicht als Charakterdefekt. Sie kommt aus der Angst und geht in die Unruhe; aber hier ist sie ein paar Minuten sicher. Der schmale Streifen Holzbank einer Strassenbahn ist ihr einziger Ruhepunkt. Exterritoriales Gebiet.

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