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wundervoll, diesen Satz vor sich herzusagen. Sie sog die Silben förmlich in sich hinein. Und sie musste sich an das Schaufenster lehnen, weil die Beine nun zu den besagten dünnen Spiralen wurden, die nichts mehr trugen, am wenigsten soviel Seligkeit.

Das einzige, was sie noch klar empfindet, ist dies: jetzt ist ihr grosser Augenblick gekommen, hier vor der Greislerei wird sie auf „Ihn warten und ware es bis zum jüngsten Tag. Sie spaht in den Laden. Er ist voller Menschen. Es kann, bis zum jüngsten Tag, unter Umstanden sehr lange dauern. Man sollte immerhin das Warten bis zu diesem Zeitpunkt nützlich anwenden und sich zurechtlegen, mit welchen Worten man vor „Ihn" hintreten wird. Aber sind Worte denn nötigP Ist zwischen ihnen nicht schon Morgen für Morgen in stummem Gedankenaustausch alles gesagt worden, was Menschen sich je zu sagen haben? So braucht sie ihm jetzt nur entgegenzugehn, braucht nur zu sagen: „Da bin ich endlich!"

Wahrend dieser Uberlegungen entdeckt sie im Schaufenster ein Plakat; „Heurigenpackerln! Extramilde Salami. Frische gefüllte Paprika. Tiroler Wacholderspeck. Landgeselchtes! Soeben eingetroffen. Achtung! Heurigenpackerln! ' lm Laden vor den Augen des Geliebten hangt das selbe Schild. Er steht dicht davor. Unter Heurigem versteht man den diesjahrigen Wein. Zu jeder Jahreszeit fahren die Wiener hinaus in die Weindörfer, meist nach Grinzing, wo auf kleinen Weinbauerngiitern der diesjahrige Wein ausgeschenkt wird. Im Sommer sitzt man im Freien, im Winter in den niedern Bauernstuben, isst aus der Hand den mitgebrachten Schinken und Aufschnitt — Teller und Besteck gibt der Bauer seinen Gasten nicht — und

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