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Da sieht sie Licht. Der Mann halt vor einem kleinen Bauernhaus und verschwindet in der Toreinfahrt. Als Johanna keuchend oben anlangt, ist bereits alle Angst, alle Not von ihr abgefallen. Sie steht vor dem einstöckigen Haus eines Weinbauern. Erleuchtete Fenster im Erdgeschoss, mit Eisblumen überzogen und von rotkarrierten Gardinen gegen die Aussenwelt abgeschlossen. Uberm Tor hangt an langer Stange der Tannenbuschen, den der Bauer anbringt zum Zeichen, dass er heurigen Wein ausschenkt. „Ausg'steckt" nennens die Wiener. Uber dem Buschen schaukelt eine Stallaterne. Zitherklange und weinheiserer Gesang sind zu hören, und aus einem halboffenen Küchenfenster dringt das Geklapper von Glasern in einem Spülbottich.

Johanna ist am Ziel. Dieses Tor, in dem der Geliebte verschwunden ist, führt zu ihrem Paradies. Der weinselige Gesang erklingt ihr wie ein Engelchor, das Geschirrklappern im Spülbottich verheisst bacchantische F estvorbereitungen.

Im halbdunkeln Tor steht ein frierendes Kind, ganz allein, nicht unahnlich einem verlaufenen kleinen Hund; aber von all dem weiss es nichts. In diesem Haus und hinter diesen rotkarrierten Gardinen ist der ewige Geliebte. Gleich werden sie sich gegenüberstehn. Kann man soviel Glück tragen? Wird sie denn noch wissen, wie sie heisst? Oder wird sich ihr die Sprache verwirren? Kann man an Glück nicht sterben? Es dauert eine Weile, ehe sie wieder zu Atem kommt und ihr Gedankenwirbelsturm sich etwas beruhigt, und dann dauert es ebenso lange, ehe sie sich entschliesst, einzutreten.

Zaghaft und völlig verschüchtert steht sie an der Tür einer verqualmten, niedern Bauernstube. An langen,

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