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wieder fest an dem eben abermals sichtbar werdenden Rücken des Bahnbeamten, ihr Herz an der Illusion. Nun nippt sie an ihrem Glas, und gleich noch einmal. Zu Hause kennt man kaum Wein, dann und wann einen süssen Malaga oder sonstigen Dessertwein. Johanna ist enttauscht. Sie hat einen grandiosen Genuss erwartet und nicht dieses sauerliche Getrank. Seine Wirkung verfehlt es trotzdem nicht. Ihr ist Trinken völlig ungewohnt, zudem hat sie so gut wie gar nichts gegessen, da genügen zwei Schluck. Die paar Tropfen sprühen ihr ins Blut, ganz leicht wird ihr, eine unsagbar klare Wachheit überkommt sie; aber all das ist ihren Traumereien zugewandt.

Neuhinzukommende Menschen drangen sich in den kiemen Raum. Immer dunstiger wird es, immer lauter. Ein Italiener erscheint auf der Bildflache, tragt vor sich ein Brett, auf dem er die sogenannten Kanditen zum Verkauf anbietet. Diese Kanditen sind roh gedörrte Früchte, auf Holzstabchen gespiesst, Pflaumen, Aprikosen, Trauben und Nüsse, mit Zucker hart glasiert. Sie schmecken einigermassen barbarisch; aber der Wiener isst sie mit Begeisterung zum Heurigen. Man ruft den Italiener mit ,Katzlmacher' — es ist fast seine Anrede. Es ist zur Zeit des Dreibundes, der in österreich nie recht popular war. Der österreicher, weich wie sein Klima und deshalb keines rechten Hasses fahig, hat trotzdem alles, was er an Auflehnung in sich ansammeln kann, den Piefkes und den Katzlmachern reserviert, und für kein anderes Volk hat er Spitznamen erfunden.

Katzlmacher geht eigentlich auf die fahrenden italienischen Handier zurück, die das nachbarliche österreich durchzogen. Sie schmückten die gute Stube des

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