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allein. Sie geht in einer Art fliegender Nüchternheit, die wie eine Anasthesie ist, zur Trambahn zurück. Yorbei sind die Gesichte, aufgelöst schon wieder der beklemmende und beglückende Wacbtraum in den Armen einer breitschultrigen Mannersilhouette, mit der knarrenden Treppe eines Bauerngasthauses aus dem Marchen, mit der romantisch altertümlichen Bauernschlafstube aus Büchern, dem von Spinnrocken und Truhen umgebenen riesigen, weichen Bett, in dem sie unter dem von einer vergoldeten Madonna gehaltenen Betthimmel lag — der Mann über ihr. Kinderschritte trippeln durch Grinzing. Eisig durchblast der Wind das dünne Mantelchen, immer tiefer zieht sich der Kopf in die Pelzimitation zurück. Immer schneller geht sie. Dann steigt sie in die Nachttram.

Wahrenddessen sitzt Alois Spacil in seinem möblierten Zimmer, knüpft die rückwarts gebundenen Schuhbander auf und vertauscht die Stiefel mit karrierten Kamelhaarpantoffeln. Dann wascht er sich gründlich, aber nicht allzugründlich mit der Lilienmilchseife und geht schliesslich daran, sich zur Nacht einen Pfefferminztee auf seinem Spirituskocher zu bereiten — ahnungslos und völlig ohnmachtig, wie Menschen immer sind, wenn andere sich ihrer in ihren Traumen bemachtigen.

Abseits von ihm lebt ein ohne seine Schuld aufgestörtes Kind in einer Welt abenteuerlichster, spukhafter Projektionen. Und im Mittelpunkt dieser nicht sehr gesunden Welt wird er eines Tages sich selbst placiert sehen als Ritter und Held. Schon kommt ein Verhangnis auf den Unschuldigen zu, der an all dem vorbei

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