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unbeirrbar seinen eigenen Weg des taglichen Einerleis gegangen ist; denn angefangen bei „Kaffee Hag schont Ihr Herz" bis zu Steckenpferds Lilienmilchseife hat er nicht den Schatten eines Gedankens auf das Kind fallen lassen. Und trotzdem schmiedeten die gespenstischen Illusionen dieses Kindes eine geheime Gefahr gegen seine Existenz.

Der nachste 1 ag ist für Johanna ein Schultag wie immer. Sie steht auf, wascht sich. Rennt ein paarmal nackt durchs Zimmer, um sich zu erwarmen wie jeden Morgen. Warum aber ziehts den nackten Körper immer wieder vor den Spiegel, obwohl man nicht will und die Augen sich nur scheu und flackernd auf das Glas richten? Der Spiegel ist doch sonst auch da.... Aber sie ertragt heute den eigenen Anblick nicht. Weicht sie der getraumten Wahrheit aus oder der unwahren Wirklichkeit! Jetzt stellt sie sich trotzig ihrem Spiegelbild. Als ihr Bliek die dürftige Kindergestalt umfasst, sind plötzlich Worte da, steigen aus dem Glas: „Als Eva aber von der Frucht gegessen hatte...."

Mit einem heftigen Griff reisst sie die Schranktür mit dem eingelassenen Spiegel auf, kehrt sie der Wand zu. Es nützt nichts. Nun zieht der offene Schrank ihre Blicke an, genau als ob der Spiegel da ware. Und sie hat ihre Nacktheit noch vor Augen, als sie langst angekleidet ist. Auch der Rhythmus der Worte blieb in der Lu ft hangen: „Als Eva aber von der Frucht gegessen hatte...."

Es ist ein heller, sehr sonniger Morgen; aber in allen Winkeln lauert noch das Nachtgespenst, halt die Nerven in Aufruhr.

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