Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Iers Buch von Anfang bis Ende in einem Zuge durch. Mit seinen fünfzehn Jahren begriff er so gut wie gar nichts, gab aber doch. sein Urteil dahingehend ab, dass in Bezug auf die Juden nichts und in Bezug auf die Frauen alles stimme. In der Schule allerdings war ihm regelrecht aller Schatten vorbehalten, den Stadlers Licht warf. Anfanglich fühlte er sich sehr wohl dabei, wenn man ihn nach Stadler fragte, und er gab bereitwillig Auskünfte, auch wenn er über das, was man wissen wollte, selber so genau gar nicht informiert war. Hierzu kam aber ein Umstand, den er bald satt hatte: immer wieder, wenn er in den einzelnen Fachern versagte — und er versagte oft — musste er sich vorhalten lassen, wie es denn möglich gewesen sei, sich bei einem solch hervorragenden Hauslehrer solch hervorragende Unwissenheit zu bewahren. Jede schlechte Leistung, die man sonst wohl übergangen hatte, wurde jetzt, unter besonderem Hinweis auf Stadler, vermerkt. Ihm kam vor, er sei ausersehen, von Stadlers Höhenflug die Kosten zu tragen.

Johanna aber hatte an Anderes, Wichtigeres zu denken als an Stadler. Johanna war mit nicht mehr und nicht weniger beschaftigt als mit dem Glück. Sie liebte. Sie brauchte nicht mehr zum Leben.

Auch die Schule, die Schule vor allem, stand in diesem Zeichen. Was Josef Stadler nie erstrebt und auch nie erreicht hatte, traf jetzt ein: Johanna war in diesen wenigen Wochen eine gute Schülerin geworden. Frau Deutsch, die ihren eigenen Bildungsverhaltnissen entsprechend der Tochter Fortschritte nicht beurteilen konnte, glaubte bei der ersten guten Note in deren Schulheften an ein Versehen der Lehrerin und bei einer zweiten an eine Mystifikation. All dies, im Zu-

Sluiten