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der Zeichnung, schwingt es wie eine Fahne und stürzt damit hinaus.

„Kommt einmal alle her!" schreit sie im Hof, „hiiiiier ist zu sehn der Mannnnnn, der aus Johanna eine Jane, aus einer bis dahin unbescholtenen Person eine leidenschaftliche Liebhaberin gemacht hat!"

In Johanna glimmt Scham neben einem seltsamen Wohlbehagen. Plötzlich, von einer Minute zur andern, steht sie im Brennpunkt des Interesses. So etwas ist innerhalb des Schullebens genau so ein Ereignis wie in der Welt der Grossen die Yerleihung des Nobelpreises oder eine jah aufsteigende politische Karriere. Alle drangen sich herzu, das Bild zu betrachten. Marianne tuschelt und flüstert, berichtet von dem Brief und den von Johanna abgegebenen Kommentaren. Laute der Uberraschung und der Bewunderung sind zu hören, auch ein wenig Neid scheint mit im Spiele zu sein. Ein paar Madels aus den oberen Klassen gehen vorbei, stutzen, hören zu. Eine davon betrachtet die Löschblattzeichnung, Marianne erteilt eine halbe Aufklarung. Die Madchen lachen, ein wenig unglaubig zwar, debattieren dann aber doch ernsthaft, ob dieser Geliebte auf Löschpapier dem Pfeil oder dem Sonnenthal ahnlich sei, und gehen weiter. Die Mitschülerinnen dringen mit Fragen in Johanna. Madge Wolnitz will wissen, woher sie ihn kenne. „Vom Schulweg", gibt Johanna zögernd und noch ein wenig unsicher Auskunft. Marianne bezweifelt eine Bekanntschaft vom Schulweg und wendet ein, Johanna fahre doch immer mit der Tram zur Schule.

„Seit ich ihn kenne, gehn wir immer zusammen zu Fuss. Er wartet doch schon immer vor meinem Haus", erfindet Johanna und weiss, dass sie jetzt lügt; aber

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