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sie steigerte und beflügelte das überreizte Geschöpf und verscheuchte die Angst und Beklemmung nüchterner Momente, in denen sie sicli durchaus Rechenschaft darüber ablegte, dass sie furchtbar log. Die Mitschülerinnen gingen fast nur noch Johannas wegen in die Schule. Ihr Erlebnis war das Erlebnis der ganzen Klasse und hatte bei den verschiedensten Gemütern die verschiedensten Niederschlage.

Stella Maurer war vielleicht die einzige, die das alles nicht gut hiess. Sie weiss, hort und sieht von diesen Dingen aus nachster Nahe mehr, als sie oft ertragt — ihre Mutter, vom Yater geschieden, lebt das freie Leben einer sehr verwöhnten, sehr gefeierten Künstlerin

— Stella Maurer hatte nur Angst um Johanna und betete für sie immer gleich mit, sooft sie, besorgt um die Lebensführung der Mutter, in die Kirche ging. Trixie Falk reagierte anders. Sie hatte gerade ihre grosse Enttauschung hinter sich: Klimt hatte ihr zeichnerisches Können kategorisch in Abrede gestellt, und sie kam über diesen Fehlschlag durch Johannas Erlebnis schneller hinweg. Sie, die verschlossenste, zurückhaltendste des Podiums, entzündete sich am meisten an Johannas Erzahlungen und konnte nicht genug Einzelheiten erfahren. Zwar drang nichts von dem Yernommenen bis zu ihren Nerven vor. Bei Dreizehnjahrigen gehen diese Dinge andere Wege. Unter der Überschrift „Das rotleuchtende Haar ' begann sie einen Roman zu schreiben. Johannas Roman. Auf die erste Seite schrieb Trixie Falk, die Tochter des berühmten Bühnenschriftstellers: „Eines Tages wird man Josef Falk fragen: ,Sind Sie vielleicht der Yater von Beatrix Falk?"

— Dies war der Sinn des ganzen Werkes, das immer mehr von dem „Rotleuchtenden Haar" abkam und

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