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der auf dem niedern Steingelander, das die Anlage umzieht. Und wieder kam die Rede auf Liebe, und diesmal ging Burschi in seiner jungenhaften Derbheit so weit, die in Wien beliebte Redensart zu zitieren: „Wovon traumt die Gans? Von Kukuruz!" Dies aber nahm Gussy übel, und bei der hierauf sich ergebenden Yersöhnung kam es endlich zu einem Kuss auf den Mund. Und da war sie ja also nun endlich, die berühmte Liebe! Zwar schmeckte der Kuss nach Odol, und Gussy wischte ihn sich sofort wieder ab; aber sie war hochzufrieden, dass sie nun erfahren hatte, wovon immer und überall, und in der Schule besonders, geredet und geflüstert wurde.

Am nachsten Tag wollte sie sich in der Schule recht aktiv an dem durch Johanna so aktuellen Thema beteiligen und auch ihre Erfahrungen in die Debatte werfen.

Johanna berichtete gerade, wie der Freund sie heute

morgen gar nicht habe fortlassen wollen, wie er sie

wieder und wieder geküsst habe.

„Wie bist du zu beneiden!" rief Trixie Falk, „du

Glückliche!"

„Glücklich? fragte Johanna mit rauher und tiefer Stimme, „glücklich? Das ware doch nur irdisch. Ein Kuss aber ist etwas Uberirdisches!"

Gussy fiel der Odolgeschmack ein. Sie hatte ihn fast noch auf den Lippen. Und darum schwieg sie. Ihr ganzes Leben lang würde sie, wenn sie an Liebe denkt, diesen Begriff mit einem leichten Geschmack von Mundspülwasser verbinden. Sie verstand nicht mehr und würde nie verstehen, wie man von dieser Sache soviel Aufhebens machen konnte. Sie traf sich auch weiterhin mit Burschi, dem Fiesoler; aber sie sprach

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