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ger. Natürlicli gibt es solche — solche anormalen Manner — aber wir wissen doch aus den Zeitungen, wie die vorgehn. Unauffallige Geschenke — ja; aber dass sie einer Dreizehnjahrigen Betrage in dieser Höhe geben, ist doch ausgeschlossen! Genau so gut könnten solche Menschen ihr Vergehn dann an die Anschlagsaulen hangen!"

Der Arger in Frau Koppel vertiefte sich. Sie empfand geradezu als gesellschaftliche Nichtachtung, dass die Frau Direktor lachelte, wo sie, Frau Koppel, aufs ausserste empört war.

„Ja, wollen Frau Direktor denn erst eingreifen, wenn es zu spat ist? Die Sache muss nach meiner Meinung streng untersucht werden! Ich als Stiefmutter habe eine doppelte Yerantwortung auf meinen Schultern, und ich kann und werde nicht dulden, dass Marianne mit solch einem verkommenen Geschöpf langer in eine Schule geht!"

„Aber beruhigen Sie sich doch, gnadige Frau! Haben Sie doch ein wenig Yertrauen in meine jahrzehntelangen Erfahrungen!"

„Ich kann mich nicht beruhigen!" Frau Koppel war aufgesprungen, „und wie soll ich Vertrauen haben, wenn Frau Direktor in Ruhe mitansehen wollen, dass da ein Madel systematisch eine ganze Schulklasse, und meine Stieftochter mit, total verdirbt!"

„Also ich werde, obwohl ich eigentlich dagegen meine Bedenken habe, Sorge tragen, dass dieses blöde Geschwatz aufhört, und ich werde ausserdem — auch nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin, gnadige Frau — Johanna morgen zu mir bestellen. Des Ausgangs bin ich schon gewiss. Selbstredend werde ich Sie auf dem laufenden halten."

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