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in den Ohren. Ganz nah waren der Kobenzl und der Kahlenberg wie immer an den 140 Föhntagen im Jahr. Die Sonne schien jetzt, aber sauerlich, altjiingferlich. Es war ein ausgesprochen widerlicher Tag, der ebenfalls nicht wusste, wohin mit sich. Schnee, Regen, Sonne — alles geriet ihm durcheinander.

Von der Hollandgasse her kam ein Leierkasten auf Radern gefahren und spielte mit vielen zitternden, verstimmten und zwei fehlenden Tonen „An der schonen blauen DonauWerklmanner nennt man die Drehorgelkünstler in Wien, und sie sind ganz allgemein beliebt. Trotz der fehlenden und trotz der falschen Töne stieg die unvergangliche Süssigkeit des Strauss'schen Walzers in die Föhnluft. Sie stieg hinauf in die Sonne und schien sie zu etwas durchgreifenderen Massnahmen anzuhalten, und sie tauchte wieder nieder und verleitete den faden Kanal zu ein paar Schaumkrönchen.

Falsch oder richtig — ein Wiener Walzer bleibt ein Wiener Walzer und schiesst ins Blut, ein siegreicher Gegenspieler des Föhns.

Er strafft auch Johannas verwinkelten, unschlüssigen Gang, ihre Schritte bekommen tanzerische Spannung und Schwung. Ihr Kopf hebt sich. Und obwohl sie kein Ziel hat, sondern nur so dahintrödelt, geht sie jetzt irgend etwas entgegen. Dem Werklmann oder dem Wiener Walzer.

Hinter ihr geht ein junger Offizier, knabenhaft leichtsinnig, die Mütze auf einem Ohr. Er summt die Melodie mit und gibt im Yorbeigehn dem Strassenmusikanten ein Geldstück, ohne hinzusehn, weder auf den Mann noch auf das Geldstück. Reinste Geste des Schenkens: er weiss nichts davon.

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