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sich überlegen, was sie hier kaufen wird. Aus Gewohnheit denkt sie zunachst an ein Schulheft. Zum Glück ruft sie sich noch rechtzeitig zur Ordnung. Von einem Schulheft darf hier und überhaupt nie wieder die Rede sein. In diesen ein, zwei Sekunden entlasst sie sich aus der Schule.

Sie wendet sich einem Ansichtskartenstander zu. Mit rotglühendem Gesicht und noch röter glühenden Ohren dreht sie daran, ohne überhaupt hinzusehen, hört wieder auf, um in jahem Schrecken nach ihrem Haarknoten zu fassen, ob er sich nicht etwa auflöse. Blicke im Rücken verursachen ein unbehagliches Gefühl — man spürt sie, ohne ihnen zu begegnen, und man spürt sie als intensiv kritische Musterung seiner ausseren Person.

Der Offizier tritt ebenfalls zu den Ansichtskarten. Johanna stiert auf scheussliche Buntdrucke von der Karlskirche, ohne wahrzunehmen, was sie da vor sich hat. Jetzt setzt ihre linke Hand den Kartenstander wieder in Bewegung, dreht und dreht. Da spürt sie einen Widerstand. Der Stander rührt sich nicht mehr vom Fleck. Sie wagt nicht aufzusehn. Der Leutnant misst das verwirrte rothaarige Geschöpf mit einem sehr freimütigen Lacheln, das die Absicht einer Annaherung nicht im mindesten verschleiert. Langsam, ohne Johanna aus den Augen zu lassen, setzt er den angehaltenen Kartenstander in umgekehrter Richtung wieder in Bewegung. Dabei weidet er sich geniesserisch an ihrer Ratlosigkeit — etwa als lese er im Hotel Sacher die Speisekarte. Der Stander streift Johannas noch immer ausgestreckte Hand, sie halt ihn gar nicht mehr. Sie ist erstarrt, spürt nicht Holz und Karton über ihre Haut gleiten — sie spürt durch Holz und

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