Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

fallen will, die sie mit dem getraumten Geliebten geführt hat.

„Ich glaube, mit Ihnen kann man sich wirklich ganz ausgezeichnet unterhalten", meinte der junge Offizier, „aber es muss ja nicht hier auf der Strasse sein. Wo darf ich Gnadigste zu einer Tasse Kaffee einladen?" „Gnadigste' sagt in Wien der Brieftrager zur Greislerin — es ist eine Anrede ohne alle Bedeutung. Johanna hatte man, begreiflicherweise, noch nie so angesprochen. So hatte dieses Wort auf sie eine ungeheure Wirkung. Im Zusammenhang mit der an sie gerichteten Frage war die „Gnadigste" geradezu wie Verleihung eines Adelspradikats, Abglanz der kaiserlich und königlichen Husarenuniform. Darüber nahm sie nicht einmal die Augenfarbe ihres Tragers wahr. Die Uniform war alles, und durch sie war das kleine Madchen zu einer Gnadigsten erhoben worden. Einen Moment schloss sie die Augen. Um sich zu sammeln, zurechtzufinden oder um sich zurückzutraumen — wer vermochte das zu sagen? Diese Aufforderung ist ja schon an sie ergangen von den Lippen eines nicht existenten Geliebten. Vielleicht ist er jetzt wieder da, schiebt sich vor den Husarenoffizier; denn aus Johanna antwortet eine grosse und sehr verwöhnte Dame, die befiehlt: „Ins Sacher bitte!"

Belustigtes Auf lachen antwortet ihr: „Nein, Fraulein, das grad wieder net!"

Johanna reisst die Augen auf, ist ganz wach. Versteht. Versteht besser als alle Worte die abschatzenden Blikke, die über ihre aussere Erscheinung wandern und an -der zerzausten Pelzimitation haften bleiben. Nie wird Johanna den leicht nasalen Tonfall des einen Satzes „das grad wieder net" vergessen, in dem bei aller hei-

Sluiten