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Weickers indessen gab die Bestellung weiter und fügte ganz gewohnheitsmassig hinzu: „Mit Schlag und einem Indianerkrapfen." Das war die traditionelle Jause seiner Freundinnen. Individuellen Geschmack gabs da nicht. Für sich bestelite er einen schwarzen Kaffee, Zigaretten und einen Sliwowitz.

Johanna wunderte sich. Sie dachte, vornehme Leute tranken ganz andere Sachen als ihr Papa alltaglich im Kaffeehaus. Irgend etwas von einem Cocktail, schon am frühen Morgen, schwebte ihr vor.

Sie wunderte sich ein zweites Mal, als Florian in dem Zigarettenkasten des Chasseurs nach den billigsten Zigaretten kramte, aber die Halfte des Preises als Trinkgeld gab.

Ein drittes Mal staunte das kleine Judenmadchen über die Art, wie Florian von Weickers zahlte. Zwar zog er eine Brieftasche wie Johannas Vater auch; aber wahrend die des Yaters peinlich geordnet war, hatte diese hier trotz des fremdartig kostbaren Leders eine gewisse Familienahnlichkeit mit Johannas liederlich gepackter Schulmappe. Florian suchte eine Weile etwas, was sich aber nicht fand, gab schliesslich einen Schein, den er kaum anschaute, und auch was man ihm herausgab, würdigte er keines Blickes. Er liess vielmehr zerstreut die Münzen in die Tasche seiner Litewka gleiten.

Diesmal war in ihrem Staunen auch etwas von Geringschatzung. Ging man so mit Geld um? Eine Krone waren hundert zusammengesparte Heller. Und wenn man sie nicht selbst zusammengespart hatte, so hatten es die Eltern für einen getan. Johanna kannte Besitz als abgeschlossenen Begriff nicht. Geld war etwas Zusammengespartes, war ihr nur bisher entgegengetreten

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