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darüber ist, man begeht einen moralischen Diatfehler. Dies alles geschieht ohne Berechnung, man denkt sich nicht das mindeste dabei. Es ist das Spiel zwischen ja und nein. Zu keinem von beiden kann sich der Wiener so rasch entschliessen. Denn da sind hundertundvierzig Föhntage im Jahr. Aber der Föhn, dieser geschworene Feind von ja und nein, mengt beides mit launischer Hand zusammen, schüttelt es durcheinander, und es wird daraus: die Wiener Liebenswürdigkeit. Johanna ist glücklich. Sie hat etwas getraumt, wacht auf, und der Traum ist noch da, lebendig, Fleisch und Blut.

Als sie sich, nach einer Yerabredung für den übernachsten Tag, von Florian getrennt hat und nach Hause geht, hat sie Flügel.

Die Strasse ist ein siebenfarbiger Regenbogen, über Wolken gespannt. Sie bemerkt keinen einzigen Vorübergehenden. Einmal bleibt sie stehn, versucht, ihr Lachen zu singen — so wie vorhin er. Es gelingt nicht recht. Sie wird es wieder versuchen. Es ist jedenfalls ein ganz erhebendes Gefühl, den Refrain eines italienischen Kinderliedes in der Kehle zu haben an Stelle eines Lachens!

Und weiter geht sie über ihren siebenfarbigen Regenbogen in die graumonotone Leopoldstadt.

Jedoch abends, vorm Einschlafen, als sie sich alles, was Florian an Bedeutungsvollem und Tiefem zu ihr gesprochen hat, ins Gedachtnis rufen will, um ihm dort für ewige Zeiten seinen Platz zuzuweisen — da fand sich nichts. Kein Wort.

Und als sie sich wenigstens an sein Gesicht anhalten möchte, an seine Bewegungen — da war da wiederum nichts. Da war da nur eine Uniform.

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