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türlich; aber diese mondsüchtige kleine Person reizte und kühlte ab in ein und dem selben Moment. Wirklich blöd.

Unvermittelt kam er auf Johannas Traum zu reden: „Also gar so ein frommer Traum war das nicht, Fraulein Jane —" er hielt den Kopf gesenkt und sah sie von unten herauf bedeutungsvoll an, „da sollten Sie den Freud fragen — wissen Sie, wer das ist?" Da sie nickte, redete er weiter: „Also ich hab ja noch nichts von ihm gelesen; aber ein sehr geistreicher Mensch soll das sein. Und der deutet alle Traume — ganz wissenschaftlich, versteht sich, anders als Sie sich das so vorstellen. Da würden Sie Augen machen, wenn der Freud Ihnen sagen möcht, was das für ein Traum war." „Ich weiss schon , sagte Johanna, die bei Josef Stadler öfter Werke von Freud gesehen und diesen oder jenen Satz aufgelesen hatte, „so mit überbewusst und unterbewusst und solches Zeug."

„Davon weiss ich nichts; aber dieser Freud weist Ihnen nach, dass Ihr Traum gewissermassen im höchsten Grade na ja — halt ein erotischer Traum war. Bitte sehr, aber streng wissenschaftlich."

Das Wort „erotisch löste keinerlei Gekicher aus, keine Yerlegenheit. Johanna zog nur auf eine altkluge Art die Stirn zusammen, und zwei kleine und sehr kindliche Steilfalten kamen mit Mühe und Not zustande. „Erotisch —" wiederholte sie sinnend, „warten Sie einE3&1 muss ich nachdenken. Das tat sie mit grosser Intensitat, um dann mit nüchternster Sachlichkeit festzustellen: „Nein. Also wirklich nicht. Es war kein erotischer Traum. Ich weiss es ganz genau."

Ebenso unvermittelt, wie Florian dieses Gesprach begonnen hatte, brach er es ab und hob die Tafel auf.

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