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schraubte den Klavierschemel holler. Mit einer Hand spielte sie das Geigensolo, um recht flüssig, recht sauber mit ihrer Partie einzusetzen. Dann brach sie ab und blickte auffordernd zu ihm hinüber. Sie war entschlossen, ihren Willen durchzusetzen.

Florian summte die ersten Takte für Geige und erhob sich nicht ganz so elastisch und sprungbereit wie sonst, aber schon angerührt von der fliessenden Eleganz seines Yorspiels.

Wortlos nahm er Bogen und Kolophonium aus dem Kasten. Johanna gab ebenfalls schweigend das A an. Florian stimmte sein Instrument und nahm es unters Kiim.

Ein Glück wenigstens, dass derBursche nicht zuHause ist, denkt er noch bei den ersten Takten. Er hatte sich ja geradezu vor ihm genieren müssen! Mit einem irgendwo aufgelesenen Madel zu musizieren!

Doch er vergass bald das und auch alles andere; denn da war nur noch Beethoven. Florian ist wenig heilig; aber Musik ist es ohne alle Einschrankung, und den Namen Beethovens spricht er nicht vergeblich aus. Mit Musik aufgewachsen, spielt er mit grosser Kennerschaft. Er braucht die Noten kaum. Johanna hingegen hangt an ihrem Notenblatt, spielt technisch nicht immer ganz einwandfrei, aber mit ganzem Erfassen des Rhythmus'. Ihr pianissimo hat überraschend künstlerische Eigenart, weit überlegen ihrer Gesamtleistung. Florian kennt jeden Ton, zerdenkt jeden Takt bis ins Kleinste und spürt ihn darüber hinaus noch in jedem Nerv. Obwohl sein Spiel nicht das eines vollendeten Künstlers ist, gibt er in seiner leidenschaftlichen Nüchternheit doch ganz den wirklichen Beethoven: erhaben und selbstverstandlich. Sein Gesicht überzieht sich mit

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