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machte ihn nach, und es wollte nicht recht werden. Da fasste die Franzi ihre Schiilerin einfach um die Taille, sang laut und recht musikalisch einen Walzer aus der Lustigen Witwe, und los gings! Johanna wurde herumgewirbelt und wusste nicht wie. Ein wenig trat sie Franzi noch auf die Füsse; aber das gab sich bald, alles ging von selbst, und Johanna konnte einen Walzer tanzen, ehe sie noch begriff, wie sie es eigentlich machte. Gleich darauf kam eine Polka an die Reihe. Franzi schrie mit wahrer Hingabe alle Tanzmelodien, die ihr einfielen, hinaus, dass es durchs Haus gellte. Dazu wurde Polka getanzt, Walzer rechtsrum und linksrum, dazu kochte das Spülwasser auf dem Gas über und ein, und dazu war man so glücklich, wie man eben auch nur in Wien sein kann.

Am liebsten hatten die beiden Madchen gar nicht mehr aufgehört. Walzer bleibt Walzer, auf Drehorgel, auf Geigen, schmelzend gesungen oder nur laut, mit und ohne Kavalier.

Endlich warf sich Franzi mit viel Larm und nach Luft japsend auf einen Küchenstuhl. „Alsdann!" schnaufte sie, „alsdann! jetzt kannst aber einen tulli Walzer, kannst dich vor Erzherzögen und Hofraten damit sehn lassen!"

Als Frau Deutsch bei ihrer Rückkehr die Küche in ganzlich unaufgeraumtem Zustand vorfand, erging sie sich in heftigen Vorwürfen gegen Franzis Faulheit und Unbrauchbarkeit und erkundigte sich, was sie denn inzwischen getan habe. Franzi entzog sich einer naheren Auskunft durch die unbestreitbare Feststellung:

„Ich hab a nur zwei Hand und zwei Füss — logisch net?"

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