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auch ausdrücken, dass der eigentliche Sinn, die Delikatesse des Geschenkes, sie mehr ergriff als das Geschenk selbst! Florian gab ihr, dem Judenmadchen aus der Leopoldstadt, was ihm selber heilig war. Florian wunderte sich über ihre fiebrige Erregung, ihre lautlose Freude. Dass sie Jüdin war, interessierte ihn so wenig, dass er es bereits wieder vergessen hatte. Lind so kam es, dass an diesem Geschenk aber auch gar nichts am Platz war; denn als Johanna auf seine Aufforderung hin das Kreuz umdrehte, stand da eingraviert: „Janes 18. Geburtstag, 15. Februar 1913". riorian hatte, wie schon öfter, im Vorbeigehn gestern bei seinem Juwelier ein Kreuz mit Kette gekauft, und da er sonst immer nachtraglich sekiert wurde, ein Datum, einen Namen eingravieren zu lassen, hatte er diesmal beides gleich in Auftrag gegeben. Deshalb war an diesem Geschenk aber auch gar nichts am Platz, nicht der Name, weder Alter noch Datum und am wenigsten das christliche Symbol. Aber mit nichts sonst auf der Welt hatte er Johanna eine grössere Freude machen können.

Sie musste eine ganze Weile warten, ehe sich Florian umgezogen hatte; aber sie merkte es nicht. Und wahrend im Nebenzimmer Florian fluchte und den Burschen hin und her hetzte, sass sie geduldig da und lachelte vor sich hin. Das Kreuz mit dem unzutreffenden Namen, den unzutreffenden Daten, hielt sie fest in der Hand.

Endlich stand Florian in der Tür, um sie zu holen. Er trug einen langen dunkeln, pelzgefütterten Mantel, der zwar ohne militarische Abzeichen war, aber trotzdem von ausgesprochen militarischem Schnitt. Oft genug riss es Soldaten, denen er so auf der Strasse be-

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