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F ast beim ersten Griff in die erste Schublade entdeckte man ein Emaillemedaillon, in dem ein mit zweimaligem Umsteigen abgefahrenes Trambahnbillett aufbewahrt wurde. An einer Ecke war es beschadigt, und auf der Rückseite war die Eintragung „Reparatur 88" vermerkt. Es befand sich auch noch eine an den Rand gekritzelte Telefonnummer, 7287, und schliesslich der Vermerk „Samstag Nachmittag nach fünf Uhr" auf dem Billett. Man knüpfte grosse Erwartungen an diesen Fund, die sich in der Folge nicht erfiillen sollten. Die Telefonnummer war die eines Arztes, der schon vor zwei Jahren seine Praxis und den Telefonanschluss aufgegeben hatte. Der Herr war in keinerlei Zusammenhang mit dem Fahrschein oder dem, der ihn beschrieben hatte, zu bringen.

Der Umstand, dass es sich um einen Frauenarzt und Geburtshelfer handelte, war Anlass, bei gewissen obskuren Heilgehilfen und Pflegerinnen Recherchen vorzunehmen. Sie führten zu keinem Resultat.

Immerhin übergab man die wenigen Anhaltspunkte, die Entdeckung des beschriebenen Fahrscheines, der Presse.

Johanna nachtwandelt indessen, einzig Überlebende eines Weltunterganges, über die Triimmer einer grossen Liebe. Darunter liegt Florian begraben, darunter liegt ihr grosses Du.

Hierhin und dorthin führen sie ihre verwinkelten und unschlüssigen Schritte. Dass sie weint, merkt sie erst, als eine al te Dame sie im Vorübergehn anhalt und fragt, was ihr fehle. Als seien Diebe hinter ihr her, rennt Johanna davon.

Zweimal ist sie so schon die Wipplingerstrasse auf und

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