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Aus dem Nebenzimmer trcten zwei Polizisten zur Verstarkung ein. Als sie auf einen Wink des Kommissars zu dem Rasenden hiniiber gehen, entfallt diesem der hocherliobene Stuhl, geht polternd auf den Boden nieder, und Spacil selbst knickt so zusammen, dass er wirklich gefallen ware, hatten ihn die Wachleute nicht rechts und links gestützt. Er war nur noch ein Bundel, das aber, als es an Johanna vorbeigeführt wurde, ganz plötzlich in eine übermassig steife, unnatiirliche Haltung hineinschoss und mit ebenso unnatürlicher Stimme verkündete: „Ich gebe eidesstattlich zu Protokoll: mein Fraulein, ich kenne Sie nicht!"

Johanna wurde einen Moment lang heiss und kalt. Aber nur einen kurzen Moment. Dann zuckte sie die Schultern, schüttelte den jahen Schauder ab. Sie war bisher dem ganzen Vor gang mit keinen andern Gefühlen als mit wacher, gespannter Neugier gefolgt, fast mit Genugtuung. Dieser Mann verdiente die höchste Strafe; denn er hatte sie mit der Wirklichkeit hintergangen.

Auge und Ohr des Kommissars schienen vielerlei auf einmal auffassen zu können. Nichts von dem, was Johanna und Spacil sprachen, wie sie sich benahmen, entging ihm. Bei Johanna war ihm schon beim ersten Verhör auf gefallen, dass sie so manches nicht tat, was die kleinen Sünderinnen hier für gewöhnlich aufführten. Keine Tranen. Keine Reue. Nicht einmal Scham. Zuerst war ihm das befremdlich erschienen; jetzt aber kannte er sich schon genügend in ihr aus, um zu wissen: so war sie nun. Auch jetzt, als Spacil abgeführt wurde, kam kein Ausbruch.DieSpureinesSchreckens, vielleicht mehr Staunen, fand sich wohl in ihrem Gesicht, aber keineswegs das sonst im Moment der Ver-

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