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liebt. Ich musste ihn lieben. Sonst ware ich zu Hause und in der Schule erstickt. Und als dieser Mann dann in mein Leben trat, war alles mit einemmal ganz anders. Ich weiss ja, dass es nicht wahr ist — aber erlebt habe ich es doch —"

Der Kommissar liess diesen Erguss ratlos, manchmal auch mit Unbehagen über sich ergehn. Er konnte damit nichts Rechtes anfangen. „Gestandnisproblem" und „seelisches Erlebnis der Tat" — darüber wurden den Kommissaren manchmal Yortrage gehalten, die zum einen Ohr hinein und zum andern wieder hinaus gingen. Das waren Theorien, ein richtiger Kriminalist hatte das im Griff und brauchte keine Theorien. Erfahrung war alles, und einzig sie hatte ihn heute so rasch zum Ziel geführt.

„Die Hauptsache für alle Beteiligten ist ja nun wohl, dass, wenn Sie es schon erlebt haben, der Herr Spacil es eben nicht erlebt hat", meinte er befriedigt, lautete wieder und befahl, Herrn Spacil hereinzuführen. johanna zuckte ein wenig zusammen, sah aber mit erhobenem Kopf zur Tür. In ihrem farblosen kleinen Gesicht arbeitete es heftig. Die Augendeckel flogen. Spacil trat ein und schritt an Johanna vorüber, als sei sie nicht vorhanden.

„Herr Spacil", sprach der Kommissar, „die ganze Sache hat sich aufgeklart. Fraulein Johanna will sich bei Ihnen entschuldigen."

„ Ja", sagte Johanna leise und stand da wie ein braves kleines Schulmadchen vor der Frau Direktor, ihre grossen, klugen Augen glitten vom einen zum andern. „Also — also es hat sich meine gesamte Unschuld herausgestellt?" keuchte Spacil.

„Ihre gesamte Unschuld", bestatigte der Kommissar,

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