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hörte, wie er da den allgewaltigen Regisseur spielte, war doch irgend etwas im Yortrag Mariannes, das ihn zu Aufmerksamkeit zwang. Die Stimme, das Eigenwillige in Sprache und Rhythmus wirkten ganz ausserordentlich und ganz gegen seine vorgefasste Absicht anziehend auf ihn. Dann wieder empfand er die Stimme an manchen Stellen briichig, heiser, und den Auftritt der Madchen samt seiner eigenen Mitwirkung recht lacherlich, bis er, wider Willen, abermals von einem Ton, einer Schwingung festgehalten wurde. Johanna hielt die Fauste vor den Mund gepresst und biss hinein, dass es blutete. In ihren Augen brannten Tranen, die sie nicht weinen konnte. Sie legte ihr Gesicht an die Wand, weil sie sonst geschrien hatte. Was hier geschah, war Pliinderung. Sie wurde hier bis aufs letzte ausgeraubt. Wie Marianne jetzt die Pause machte nach „ Johanna geht —" das war doch Diebstahl; denn es war ihre Pause, in der sie sich immer neu bewusst wurde, was das nun folgende „und nimmer ' auf sich hatte, dass es eine Yorschau war des frühen Tods. Und dieses zartlich gesungene „Lammmmmmmer', das kein Ende nehmen wollte, weil der Bliek derweil die Tiere umfasste, das gehorte auch ihr, ihr, der richtigen Jungfrau von Orleans! Marianne aber raffte es an sich, als sei es in ihr geworden. Johanna krallte die Nagel in die Tapete vor Schmerz. Was die Freundin da tat, war schlimmer als Diebstahl. Es war Menschenraub.

Marianne hatte geendet. Herr Heini sass mit aufgestützten Armen und aufgestütztem Kopf, betrachtete sie und sagte: „Nett, sehr nett, sehr apart. Also wirklich apart. Aber da ist vorerst Schule nötig." Dabei überlegte er, ob er des Madels wegen nicht wirklich

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