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Zigeuner werden sie von einem Land ins andere ziehen; man wird sie nirgends behalten wollen; sie werden entwurzelt sein, sie werden den Boden unter den FüBen verlieren, viele werden elend zu Grunde gehen. Ich sehe das alles kommen. — Ich hoffe von Herzen, daB es Dir gelingen wird, Dir drauBen eine neue Existenz aufzubauen. Es wird schon gehen, Du bist ja ein tüchtiger Mensch. Mich würde es schrecklich freuen, wenn ich nachstens erfahre, daB Du eine gute Stellung gefunden hast, in Paris oder sonst irgendwo. Noch froher würde es mich allerdings machen, wenn Du mir morgen telegraphierst: Ich habe meinen Fehler eingesehen. Ich komme zurück.

Aber das passiert wohl nicht. Du bist ja so verdammt eigensinnig, altes Haus!

Alles Gute!

Dein Kamerad

Dieter.

. . . Dieter war ziemlich erschöpft, nachdem er dies alles geschrieben hatte. Einen so langen Brief — schien ihm — hatte er in seinem ganzen Leben noch nicht abgefaBt. Er lehnte sich in den Sessel zurück.

Er war ein hübscher, hoch aufgeschossener Junge, mit blondem Haar, einem langen Schadel, blanker Stirn, blauen Augen und einem weichen, kindlichen Mund. Es gab in seinem Gesicht keine Falten.

DrauBen zog ein Trupp von S.A.-Leuten vorbei. Sie sangen. Dieter trat ans Fenster, um ihnen zuzuhören. Das Lied gefiel ihm nicht. Auch ihre Stimmen klangen nicht angenehm. Er machte das Fenster zu.

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