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ERSTES KAPITEL

Das kleine Restaurant, Ecke Boulevard St. Germain- rue des Saints Pères, war um halb neun Uhr schon beinahe ganz leer. Die Stunde des Diners dauert in Paris von halb sieben bis acht Uhr; spater sitzen nur noch Wahnsinnige oder Auslander bei Tisch. Die beiden letzten Gaste, ein amerikanisches Ehepaar, waren eben dabei, ihren Kaffee zu trinken, da machte die Kellnerin ein erschrockenes Gesicht: es kamen noch vier Leute von der StraBe zwei junge Manner, ein Fraulein und eine altere Frau.

Einer der jungen Manner — er war auffallend bleich und mager; über seinem Gesicht, das wie aus Wachs gebildet schien, stand das schwarze harte Haar aufrecht, wie in standigem Entsetzen gestraubt — erkundigte sich, ob man noch etwas zu essen bekommen könne. Die Kellnerin war schon im Begriff zu verneinen, als die Patronne, von der Theke her, ihre Stimme vernehmen lieB: aber gewifi doch, es seien noch zwei Portionen Poulées da, auBerdem ein „Schnitzel Viennois", und für eine der Damen könnte man ein Omelette machen. Die Vier schienen es zufrieden; wahrend sie sich um einen Tisch in der Ecke niederlieBen, erklarte der junge Mann, der vorhin mit der Kellnerin verhandelt hatte: ,,Ich habe neue Berliner Zeitungen besorgt!" Dabei legte er den StoB von Papieren vor sich hin. Das junge Madchen schnitt eine Grimasse und sagte: ,,Pfui!

Sie redeten deutsch — was das Ehepaar am Nebentisch aufhorchen lieB. Nun war es die Amerikanerin, die eine angewiderte Grimasse schnitt. Gleichzeitig zuckte sie die Achseln und sagte etwas zu ihrem Gatten, was sich wohl in einem krankenden Sinn auf die Deutschen im Allgemeinen und die Vier am Nebentisch im Besonderen bezog. Der Gatte

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