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komplizierten Orgiën. — lm Jahre 1929 kam Marcel Poiret zum erstenmal nach Berlin, um für eine literarische Gruppe Vortrage über den Marquis de Sade, Baudelaire und Rimbaud zu halten. Er hatte Marion gleich am zweiten Abend ihrer Bekanntschaft gesagt: „Wenn du mich nicht mit Brutalitat und Geschicklichkeit abschüttelst, bleibe ich bei dir. Ich brauche einen Menschen wie dich. Aber ich kann dir gar nichts bieten. In meinem Kopf sieht es furchtbar wüst aus. Oft habe ich so groBe Angst davor, daB ich verrückt werden muB. Vielleicht bin ich es schon. Ich habe zu hassen gelernt, ehe ich zu lieben gelernt habe ..."

Marion und Marcel kamen durch die Drehtüre des Cafés. Zwischen sich hatten sie einen jungen Menschen, der kleiner und schmaler war als Marcel und ihm übrigens auffallend ahnlich sah. Marcel sagte: „Et voila Kikjou — mon petit frère." David Deutsch war einen Augenblick lang recht erschrocken über die Tatsache, dafl Marcel einen Bruder prasentierte — ,und aus seinen Büchern scheint doch hervorzugehen, daB er keine Geschwister hat', dachte er. — „II est beaucoup plus gentil que moi", sagte Marcel, einen Arm um die Schulter des Jungen gelegt, den er Kikjou nannte. Dann umarmte er die Schwalbe, wobei er sie ausführlich auf beide Wangen küBte. Marion und Martin lachten. „Idiot!" sagte Marion und Martin, erklarend zu David Deutsch: „Er hat natürlich nie einen Bruder gehabt. — Aber sie sehen sich wirklich ahnlich", fügte er hinzu und schaute, mehrere Sekunden lang, schlafrig-neugierig, aufmerksam und zartlich den Fremden an.

Kikjou, der kleine Bruder Marcels: warum nicht ? Sie hatten gemeinsam: vor allem den hohen, dunklen, kühn und reizvoll gespannten Bogen der Brauen über den weit geöffneten, hellen Augen; die etwas zu dicken,

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