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und begegneten sich auf der Terrasse des „Dóme" — beide übrigens durchaus optimistisch, bei allem Ernst der Situation, und den Kopf voller Plane. Bobby hatte in seinem Leben mindestens schon fünfundzwanzig verschiedene Professionen gehabt, hinter ihm lagen vielerlei Abenteuer, es war erstaunlich, daB er immer noch ein so rosig-adrettes Aussehen zeigte. Er war vermogend und er war bettelarm gewesen. Er hatte in einem groBen Kunst-Salon in Frankfurt am Main Picassos verkauft, und zu Berlin heiBe Würstchen, nachts, auf der FriedrichstraBe. Er war Fremdenführer in New-York gewesen, und Schauspieler in München, Journalist in Budapest, und der Empfangschef eines Institut de Beauté ander TauentzienstraBe in Berlin. Er war einfallsreich, tapfer, immer guter Laune, intelligent und unverwüstlich. Marion küBte ihn auf beide Backen, er zog sie sofort beiseite, um ihr mitzuteilen: „Jetzt mache ich natürlich in Paris ein Lokal auf, der alte Bernheim wird mir das Geld geben, du kommst doch zur Eröffnung, ich will es diesmal ganz schick machen — Avenue de 1'Opéra, groBe Negerband —, der alte Bernheim scheint ziemlich viel money im Ausland zu haben ..."

AuBer Bobby fand sich ein verschüchtert wirkender Jüngling an Samuels Tisch: ahrenblondes, artig gescheiteltes Haar, das hübsche, glatte Gesicht etwas entstellt durch mehrere Pickel auf der Stirne und um den Mund; dunkel und nicht ohne Feierlichkeit gekleidet, mit breiter, schwarzer Krawatte, im Stil lyrisch gestimmter Heidelberger Studenten. — Martin zwickte Samuel in den Arm: ,,Wo hast du den aufgegabelt ?" Der Meister schmunzelte: „Ach, er saB so einsam und bekümmert hier auf der Terrasse, mit seiner deutschen Zeitung auf den Knieen. Ich habe es für meine Christenpflicht gehalten, ihn anzusprechen. Er ist ein ungeheuer braver Junge, soviel

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