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erregenden Gerüchen gierigen Schnupperns bekommen.

Sie gingen, Arm in Arm, die Seepromenade entlang, weg von der Stadt. Die Bogenlampen wurden seltener, streckenweis lag der Weg im Dunkel, von den Banken, die diskret zwischen den Gebüschen verborgen lagen, flüsterten die Liebespaare, ihre gedampften Gelachter vermischten sich mit dem monotonen, ganz leisen Platschern des Sees. Die Freundinnen blieben stehen und schauten über das Wasser. „Hübsch, wie drüben, auf dem anderen Ufer die Lichter allmahlich ausgehen", sagte Marie-Luise. „Und wie die letzten sich im Wasser spiegein ..."

Beide muBten daran denken, wie oft sie früher — Arm in Arm, wie jetzt — durch eine milde Nacht wie diese spaziert waren — und Wasser hatte es damals wohl auch gegeben, und Lichter, die sich darin spiegelten. „Es ist wirklich beinah dreiBig Jahre her . . .", sagte eine von ihnen; vor einer halben Stunde hatten sie die erschreckende Zahl einander noch nicht eingestehen wollen. Und Tilla, nach einer groBen Pause: „Es ist, um schrecklich sentimental zu werden . . Ich fürchte, wir sind es schon. Gehen wir lieber in ein Café." —

lm Garten des Café „Terrasse" war es noch ziemlich voll. Unter den Baumen hatte man bunte Lampions angebracht; es sah nach Italienischer Nacht aus, nach „garden-party", und mondaner sommerlicher Geselligkeit. — „Hier ist es ja wirklich ganz nett", bemerkte Marie-Luise, die sich neugierig und befangen umschaute. „Warum sollte es denn nicht ganz nett sein?" lachte Tilla. „Bist du denn noch nie hier gewesen ?" — Darauf Marie-Luise, etwas beschamt: „Nein — zufallig noch nicht... Ich glaube, meine Tochter kommt manchmal her", fügte sie mit einem gewissen Stolz hinzu. Tilla wurde vom Nachbartisch

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