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und tapfer; aber er konnte sich nicht unterordnen und muflte sich immer wieder sagen lassen, daB er „keine Disziplin" habe. Wenn man ihn aufforderte, in die Partei einzutreten, erklarte er: „Das ist nichts für mich. Ich passé in keine Organisation. Überhaupt bin ich kein Politiker. Mir fallt nur auf, dafi es in dieser Welt sehr viel Dreck gibt. Ich weiB noch nicht recht, wie man den am besten wegschafft. Oft möchte ich am liebsten alles zusammen hauen. Es gibt zu viel ScheiBe."

... Im Herbst 1933 kamen sie beide gerade recht zeitig über die Grenze — illegal, ohne Passé.

Zu Anfang wurden sie in Prag unterstützt: Ernst von seiner Partei; Hans von einer linken humanitaren Organisation, an die kommunistische Freunde ihn empfohlen hatten.

Ihr Leben war ganz ertraglich. Beide hatten noch niemals in einer anderen Stadt als Berlin gelebt. Nun lernten sie plötzlich etwas Neues kennen. Sie fanden, daB Prag wundervoll war. Stundenlang konnten sie sich herumtreiben: am Wilson-Bahnhof, auf dem groBen Wenzelsplatz, wo es die verführerischen Automaten-Buffets gab, oder am „Graben", wo sie in die Auslagen der eleganten Geschafte starrten; auf den Moldau-Brücken, oder am anderen Ufer, auf der geheimnisvollen,,Klein-Seite". Sie stiegenzum Haradschin hinauf und sagten: „Hier wohnt der al te Masaryk: ein sehr anstandiger Kerl." Sie fanden es aufregend im engen Alchymisten-GaBchen — „da haben sie früher mal Gold gemacht! Junge Junge!" —, und sie tauschten Erinnerungen an die Geschichtsstunden, als sie nebeneinander vor den hohen Mauern standen, die das Wallenstein-Palais umgeben. Vorm CzerninPalais sagten sie: „Mensch, det is pures Rokoko! So wat Schönes haben wir nich, in Berlin!" Sie waren sehr empfanglich für die mannigfachen Reize der

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