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Stadt Prag. Sie lernten auch nette Madchen kennen, die relativ wenig Geld verlangten. Manchmal nahmen sie sich zwei Madchen mit, in ihr enges Zimmer; manchmal nur eines, weil das billiger kam.

Jede Woche zwei- oder dreimal trafen sie in einem kleinen Bierlokal ein paar Kameraden aus Deutschland,mit denen sie die politische Situation diskutierten. Sie untersuchten, warum alles so gekommen war, und was man dafür tun könnte, daB es anders würde. Ein Gescheiter, mit Hornbrille auf der Nase, erklarte: ,,W:r sind selber schuld an dem ganzen Unglück! Wenn die Linksparteien einig gewesen waren, hatte der Hitier es nie geschafft." Dann nickten sie alle nachdenklich. Aber einer von der Kommune sagte, halb scherzhaft, halb wirklich böse zu Ernst gewendet: „Mit euch Sozialfascisten konnte ein anstandiger Mensch doch nicht zusammen gehen!" — Daraufhin Ernst: „Ihr Kommunisten seid gar keine deutsche Partei gewesen, ihr wart doch abhangig von den Russen! Und was habt ihr denn für eine Politik gemacht ? Eure schlaue Theorie war: die Nazis sollen nur kommen, die werden bald abgewirtschaftet haben, und dann sind wir an der Reihe. Na, da haben wir die Pastete . . ." Der mit der Hornbrille lachte bitter: „Da streiten die sich schon wieder!!" — Hans sagte: „Wir hatten eben nur eine groBe Partei haben dürfen. In die hatte ich vielleicht dann auch gepafit..." —

. . . Die Monate vergingen. Hans und Ernst hatten Sorgen; die Unterstützung war ihnen reduziert worden. Sie machten Gelegenheitsarbeiten; aber das war unerlaubt und konnte mit der Ausweisung bestraft werden. Es ging nicht anders, wenn sie ihr Zimmer halten und nicht in eines von den „Lagern" ziehen wollten, wo viele von ihren Kameraden untergebracht

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