Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

AnstoB und wann wir Freude erregen. — Aber ich brauche ein paar stille Tage, um nachzudenken." —

Als Kikjou abgereist war, wurde Martin sehr traurig. Wenn er mit Marion, Helmut Kündinger und den anderen Freunden in einem Montparnasse-Café saB, sehnte er sich nach der Einsamkeit seines Zimmers. Dort aber war es noch arger, und er lief zu Professor Samuel oder zur Schwalbe, weil er es nicht aushielt, allein zu sein. Kikjou hatte die Adresse des frommen Onkels in Belgien nicht verraten. „Ich werde von mir hören lassen — wenn es Zeit ist. . hatte er beim Abschied geheimnisvoll gesagt. Martin konnte ihm nicht einmal schreiben.

Manchmal dachte er: ,Es ist vielleicht gar nicht Kikjou, nach dem ich mich sehne. Ich sehne mich nach Berlin. Ich habe Heimweh nach den StraBen von Berlin, nach ein paar Lokalen und ein paar Menschen, und vielleicht sogar nach den alten Korellas ... Ich habe mich doch recht an sie gewöhnt in all den Jahren, obwohl sie mir oft entsetzlich auf die Nerven gingen. Es war so angenehm, Menschen zu haben, die sich immer Sorgen um einen machten. Man braucht das, es erhöht das Selbstgefühl . . .'

,Nein', beschloB er dann wieder, ,in Berlin möchte ich gar nicht sein. Es ist graBlich dort. Ich bin froh, daB ich diese Stadt nicht mehr sehen muB. Heimweh nach der Stadt habe ich sicher nicht. Es ist die eigene Kindheit, nach der ich Heimweh habe. Ich möchte wieder mit Marion im Garten Murmeln spielen oder Krocket, und mich vom Vater ein biBchen schimpfen lassen, weil ich zu spat nach Hause komme zum Abendessen. Was für gute Zeiten sind das gewesen! Nach ihnen sehne ich mich . . . Sogar das Krank-sein hatte seine Reize. Die schmeichelhafte Sorge, von der man umgeben wurde, war dann am starksten und zartlichsten. . . Mutter hatte viel Talent zur Kranken-

Sluiten