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einen doppelten Cognac am Buffet. Dann verlieB er das Theater und ging zum Boulevard Clichy hinauf.

Er trank noch mehrere Cognacs in mehreren kleinen Bars, und schlieBlich blieb er in einem stillen Café, nahe der Place Blanche, sitzen. Er bestellte sich einen Pernod Fils; dann noch einen. Der Kopf wurde ihm ziemlich schwer. ,Hier ist es relativ angenehm', dachte er und legte die heiBe Stirn in die Hande. ,Hier bleibe ich eine Weile. Wenn ich sehr spat nach Hause komme und ziemlich viel Pernod getrunken habe, werde ich vielleicht schlafen können.'

Es gab fast keine Gaste im Lokal. Das elektrische Klavier spielte die Ungarische Rhapsodie von Liszt. Der Barmixer — ein sehr magerer, bleicher Bursche mit tiefen Schatten um die trostlos blickenden Augen — unterhielt sich, über die Theke weg, mit einem Mann, der Martin den Rücken zudrehte. Es kam dem Einsamen vor, als ob die beiden über ihn sprachen. Der Mixer schaute mehrfach zu ihm hin, und der Mann an der Bar drehte sich einmal um, um ihn schnell und scharf zu fixieren. Aber Martin war nicht neugierig auf die Geheimnisse der Zwei. .Vielleicht überlegen sie sich, ob sie mir ein Madchen verkaufen können', dachte er verachtlich. .Wahrscheinlich die dicke Alte, die dort drüben in der Ecke schlummert.' Er schloB die Augen. ,Diese Ungarische Rhapsodie ist ein hundsordinares, aber immer wieder effektvolles Stück. Komisch, wie mich das rührt . . . Jetzt könnte ich weinen. Aber das ware ein zu idiotisches Benehmen: einsam in einer kleinen Montmartre-Bar sitzen, diesegemeineMusikhören und Tranen vergieBen . . . Wenn ich nur Kikjous Adresse wüflte, dann könnte ich ihm gleich ein paar Zeilen schreiben — das ware jetzt die beste Beschaftigung . . . Seine Geheimnistuerei mit dem katholischen Onkel ist etwas kindisch... Ob er wirklich an den lieben Gott glaubt ? . . . Alter

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