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etwas wegzuwischen —: „Die jüdischen Exilierten sind für den politisch, den revolutionair Denkenden nur interessant, wenn wir von ihnen wissen, oder doch annehmen dürfen: sie würden die Feinde dieses Regimes auch bleiben, wenn das Regime auf einen seiner schandbaren Tricks verzichten würde, auf den A ntisemitismus. — Nun ist freilich festzustellen, dafl ausmanchdeutschem Juden, der zunachst keineswegs aus Gesinnungsgründen, vielmehr unter dem Druck der Umstande ins Exil gegangen ist, allmahlich ein bewuBter und aktiver Antifascist werden kann. In vielen Fallen hat dieser bedeutsame Verwandlungsprozess wohl schon begonnen . . . Denn natürlich sind in den jüdischen Traditionen, in der jüdischen Geistigkeit die Widerstande gegen den militanten Barbarismus, das aggressive Neuheidentum besonders stark; starker oft, wollen wir hoffen, als ein Klasseninteresse, welches dem Wohlhabenden ratsam scheinen lieB, mit den Unterdrückern gegen die Unterdrückten zu stehen. Eine Jahrtausende lange Leidensgeschichte hat unser Volk doch wohl den Wert einiger Begriffe und Ideale sehr tief begreifen lassen — etwa die Begriffe und Ideale der Toleranz; der Gerechtigkeit. — Und wenn sie es noch nicht begriffen haben," fügte er hinzu, plötzlich in einem leichteren, verargerten Ton, so als ginge das Ganze ihn nicht sehr viel an —, ,,tant pis pour eux. Dann werden sie es eben noch lemen müssen. Es ist doch so klar, so selbstverstandlich", — er sagte es ungeduldig, als langweilte und enervierte es ihn, begriffsstutzigen Schülern die gleichen einfachen Dinge gar zu oft wiederholen zu müssen —, ,,es liegt doch so auf der Hand: Wir Juden gehören auf die Seite der Unterdrückten, einfach, weil wir selbst Unterdrückte sind. Es ist ungemein in unserem Interesse, daB die Menschen etwas aufgeklarter, zivilisierter, etwas menschlicher werden; wahrend der

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