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Frans Hals' und die Jan Steens einmal gründlich anzuschauen." Annette versuchte eine Munterkeit zu zeigen, deren Künstlichkeit der gequalte Bliek ïhrer Augen nur zu deutlich verriet. Die Sache mit den Niederlanden leuchtete dem Professor halbwegs ein. Er hatte sich viel mit hollandischer und flamischer Literatur beschaftigt und eine ausführliche Studie über den „Ulenspiegel" publiziert. „Von Holland aus wird man dann weiter sehen'', sprach die wackere Freundin ihm Mut zu. „Es ist sicher der geeignete Platz, um sich ans Ausland, an die Fremde zu gewöhnen. Die Niederlande sind nicht mehr deutsches Sprachgebiet und gehören doch noch zum kulturellen deutschen Raum. Man befindet sich dort im Bannkreis unserer groBen Überlieferungen. Ich hatte einmal drei sehr schone und anregende Wochen mit meiner armen Mama im Haag und in Amsterdam.

Von Annettens schonen und anregenden Wochen mit ihrer armen Mama im Haag und in Amsterdam hatte Benjamin schon früher gehort. Aber wie geschickt sie zu reden verstand! Ganz entschieden. eine vorzügliche Frau — das bewies sich in so ernsten Situationen, wie Abels gegenwartige eine war. Freilich, die Wendung vom, ,kulturellen deutschen Raum hatte ein wenig verdachtig geklungen, etwas nach der üblen neuen Terminologie. Sollte die brave Annette schon ein klein biBchen angesteckt sein? Ach, wie würde sie sich entwickeln, wenn man sie den vehementen und unangenehmen Einflüssen überlieB, die sich nun hierzulande der Menschen wie eine Seuche bemachtigten und sie boshaft verdarben . . .

„Sicher", bestatigte Benjamin, etwas müde. „Du hast sicherlich recht."

„Und vielleicht", rief Fraulein Lehmann fast flehend, „vielleicht findest du gar eine Möglichkeit zur Beschaftigung in Holland selbst und kannst auf

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