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der Wange; das blinde, groBe, öde Antlitz des Brummers stand dicht vor seinem Gesicht, gleich würde das Schreckenstanzchen beginnen. ,Ich überlebe es nicht', dachte Abel. ,Ich falie hin und bin tot, wenn ich mit diesem da tanzen muB': da kam endlich Rettung in Gestalt der Pflegerin — eine rüstige Person mit Zwicker auf der Nase, hoch aufgerichtet, in ihrer grauen Schwesterntracht: warum fand sie sich jetzt erst ein ? — und sie lieB eine gebieterische Stimme hören:,, Kom dadelijk hier, mijnheer van Soderbloem!"

Damit hatte das arge Vorkommnis im Treppenhaus des „Huize Mozart" sein Ende gefunden. Der Greis wandte sich gehorsam, hörte für ein paar Augenblicke zu brummen und zu fuchteln auf, und nun konnte er sogar die wenigen Schritte, die ihn vor seiner Beschützerin und Meisterin trennten, ohne viel Taumeln zurücklegen. Die Pflegerin schleuderte, wahrend sie ihren tief gebeugten Patienten hinweg führte, Professor Abel einen mifibilligenden Bliek über die Schulter zu, als hatte er sich unpassende Spiele und Scherze mit einem armen Kranken erlaubt. Benjamin schwor sich, von nun ab jede Begegnung mit dem Brummer peinlichst zu vermeiden und stets, ehe er die Treppe hinunter ging, sorgfaltig zu lauschen, ob auch keine tappenden Schritte auf Stufen oder Korridor zu hören seien.

Je langer er über den traurigen und unheimlichen Fall nachdachte, als desto auffallender, unstatthafter und tadelnswerter erschien es ihm, daB man ein solches Menschen-Wrack in einer Pension, Tür an Tür mit Gesunden, brummen lieB, anstatt es einer geschlossenen Anstalt zu übergeben. Tagelang nahm er sich vor, mit der Dame des Hauses in diesem Sinne zu sprechen; aber am Ende kam er zu dem EntschluB: Nein, ich habe wohl kaum das Recht, über irgend etwas Klage zu führen, mich aufzuspielen als den an-

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