Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

spruchsvollen groBen Herrn, und der Inhaberin eines hollandischen Hauses mit Beschwerden lastig zu fallen. Ich bin ein Fremder, hier nur eben geduldet, und übrigens nicht vertraut mit den Sitten des Landes, das mir Obdach gewahrt. Die anderen Mieter im „Huize Mozart" scheinen an der Existenz des Brummers nicht AnstoB zu nehmen; ein armer Emigrant sollte nicht empfindlicher sein als Niederlandische Herrschaften, die vielleicht sehr fein und wohlhabend sind . . .

Immerhin konnte Abel sich nicht enthalten, mit dem jungen Madchen, das sein Zimmer aufraumte und ihm die Mahlzeiten brachte, gelegentlich über den beunruhigenden Gast im ersten Stockwerk zu sprechen. Das junge Madchen erklarte ihm, daB Herr van Soderbloem ziemlich reich sei und schon seit Jahren die teuersten Stuben der Pension inne habe. „Er ist ganz ungefahrlich", erfuhr Benjamin. „Wie ein Kind laBt er sich von seiner Pflegerin spazieren führen und füttern. Man würde von seiner Existenz überhaupt nichts bemerken, wenn er nicht eben die Angewohnheit hatte, zu brummen, und manchmal, wenn die Laune ihn ankam, ein paar drollig tappende Tanzschritte zu tun. — Mich hat er auch schon einmal um die Taille gefaBt", erklarte kichernd das Madchen.

Sie hieB Stinchen und war ein niedliches Ding; blutjung, noch keine neunzehn Jahre alt. Abel unterhielt sich gerne mit ihr. Wochenlang war sie der einzige Mensch, mit dem er sprach. Sie sah gut gewaschen, appetitlich, fast verführerisch aus in ihrer hellblauen, steif gestarkten Schürze und mit ihrem pfiffig-unschuldigen Gesicht eines dreizehn-jahrigen Buben. Das Hübscheste an ihr, fand Abel, war die geschwungene Linie des Hinterkopfes. Das mattblonde Haar trug sie kurz geschnitten, links flott gescheitelt.

Sluiten