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anderes wünschte als ein Handgemenge. Blind, zitternd taumelte Benjamin in sein Zimmer. „Meine Rechnung!" rief er noch, ehe er die Tür hinter sich zuschmiB. „Ich ziehe aus! Sofort!"

„Ist auch Ihr Glück!" erklarte Wollfritz, wobei er seinerseits sich zurückzog. „Ich ware auch nicht mit Ihnen unter einem Dach geblieben. Meine Schwester hatte zu wahlen gehabt zwischen Ihnen und mir."

Fünf Minuten spater wurde dem Professor die Rechnung gebracht, als hatte man den Vorgang voraus gewuBt und alles für seinen Aufbruch vorbereitet. Stinchens Mutter, in drohend korrekter Haltung, überreichte ihm das Papier auf einem Silbertablett. „Hier, Mijnheer", sagte sie mit rauher, böser Stimme. Sie sah krankhafter und erschreckender aus denn je. Ihr groBes Mannergesicht war aschfahl und schien verwüstet von schlimmen Leidenschaften; in den Augen brannten Lichter eines irren Triumphes. Übrigens zeigte sie sich höflich und beflissen, trotz allem. Sie trug mit starkem Arm Benjamins schweren Koffer, den er eilig gepackt hatte, die steile Treppe hinunter.

An der Türe des Brummers blieb Abel stehen, um noch einmal dem wohlbekannten, trostlosen Gerausch zu lauschen. Der Kranke schien gerade eine seiner munteren Stunden zu haben. In seinem Brummen und Summen lieB eine beschwingte kleine Melodie sich erkennen. ,Gleich wird er wieder heraustreten, um mich zum Tanzchen zu bitten', dachte Benjamin und ging eilig weiter.

Wahrend die virile Matrone den Koffer ins Taxi verstaute, schlüpfte Stinchen aus der Haustür hervor. Sie preBte sich ein groBes, buntes Taschentuch vors Gesicht; dahinter flossen die Tranen. Abels Herz zog sich zusammen vor Rührung und einer sehr zartlichen Traurigkeit. Obwohl die Mutter, die sich umgewendet hatte, ihn mit wütenden Blieken töten zu

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