Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

VIERTES KAPITEL

Der Sommer des Jahres 1933 war sehr heiB. Paris glühte. Auch die Nachte brachten keine Kühlung. Die Steinmassen der ungeheuren Stadt strahlten die Warme aus, die sie tagsüber von der gewaltigen Sonne empfangen hatten. Der Asphalt schmolz. Die Schuhsohlen der Gehenden blieben hangen in seiner zah-breiigen Masse. In den engen Gassen des Quartier Latin und um den Boulevard St. Germain war die Temperatur wie in einem Backofen. Wenn man das Haus verlieB, empfing einen drauBen die Hitze wie eine erstickende Umarmung.

„Es ist, als ob man einen Schlag vor die Stirn bekame", sagte Marion, die mit ein paar jungen Leuten den Boulevard St. Germain hinunter schlenderte. — „Alle besseren Pariser scheinen nach dem 14. Juli aufs Land gefahren", steilte Theo Hummler fest, der sich vor den Burschen, die gerade erst aus Deutschland eingetroffen waren, als Kenner französischer Verhaltnisse zeigen wollte. „Der ,BoulMich' ist verödet.Nicht einmal die Studenten sind mehr da . . — „Nur die Proleten — und die Emigranten sind zurück geblieben", erganzte Marion munter.

Die Burschen aus Deutschland waren sozialistische junge Arbeiter, die über StraBburg hierher geflohen waren. Sie waren Schüler von Theo Hummler in Berlin gewesen. Marion und Hummler hatten sie früh morgens an der Gare de 1'Est abgeholt, und liefien sich nun seit Stunden von ihnen erzahlen. Einer war im Konzentrationslager gewesen; dort hatte er den Konni Bruck getroffen, den Freund von Marions Schwester. „Dem Jungen geht es miserabel", berichtete er bedauernd. „Er halt das Hundeleben nicht aus. Entweder er wird eingehen — oder er schwört alles ab und singt das Horst Wessel-Lied ..." — „Das

Sluiten