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hatte fast keiner genug Geld, um aufs Land zu fahren; hingegen langte es gerade noch zu einem Schnitzel bei der Schwalbenmutter.

Wahrend Marion und ihre Begleiter, langsam und trag, durch den Luxembourg-Garten spazierten, erkundigten die Burschen sich nach den Verhaltnissen in der Emigration. Hummler berichtete über die politische Arbeit, die sich langsam organisierte. Er sprach von den humanitaren Comités — die Flüchtlinge, die immer zahlreicher eintrafen, muBten empfangen und provisorisch versorgt werden —, und von den Bemühungen, aufklarend, propagandistisch zu wirken. Die publizistische Aktivitat der Emigranten — dozierte Hummler — habe zwei Aufgaben. Sie müsse von der Welt gehort werden und den noch zivilisierten, noch demokratischen Nationen das wahre, erschreckende Bild des Dritten Reiches eindringlich zeigen; andererseits aber sei es von eminenter Wichtigkeit, daB der Kontakt zur Heimat gewahrt bleibe — erstens, um von dort die Nachrichten zu beziehen, die dann in die Welt zu lancieren sind; zweitens, um Aufklarungen, Warnungen und die Aufrufe zum permanenten Widerstand nach drinnen zu leiten, auf den geheimen, schwierigen und gefahrvollen Wegen der illegalen Agitation. „Wir fangen grade erst an", erklarte der Mann vom Volksbildungs-Wesen. „Aber manches ist im Entstehen begriffen, manches entwickelt sich schon ..."

Er erzahlte von deutschen Zeitschriften und Verlagen, die „drauBen" eröffnet worden waren, oder nachstens ihre Publikationen beginnen würden. Eine deutsche Tageszeitung erschien seit neuestem in Paris. „Es ist alles nur ein Anfang!" wiederholte Hummler. „Und die Schwierigkeiten, denen wir bei all unseren Unternehmungen begegnen, sind kolossal."

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