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Am nachsten Tage verlangte Kikjou: „Zeige mir la chose infernale!" Martin steilte sich erst, als ob er nicht verstünde, was gemeint war; öffnete aber dann das Packchen und lieB das kristallisch durchsetzte, hellgraue Pulver sehen. Kikjou betrachtete es, sorgfaltig und etwas angewidert, wie man sich ein zugleich attraktives und schauerliches Lebewesen, etwa einen groBen, seltsam geformten Kafer besieht. „Formidable!" brachte er nach langer Pause hervor. „Es sieht ungeheuer giftig aus ..." Dazu schüttelte er sanft den Kopf, wie ein nachsichtiger junger Priester beim Anblick der nackten Sünde.

Martin schlug vor: „Magst du es nichtversuchen ?" Kikjou verneinte nur mit einem Bliek. Martin erklarte: „Du muBt nicht denken, daB ich ein Morphinist bin, oder es jemals werden könnte. Ich nehme es nur ganz unregelmaBig, weiBt du . . ." Kikjou winkte ab. Mit einer sehr leisen, zugleich zartlichen und tückischen Stimme sagte er: „Ich bin neugierig, wie du aussiehst — wenn du es in dir hast. . ."

Nachts beobachtete er den Freund, wie er sich, nach der Injektion, selig benommen aufs Bett streckte. „Dein Gesicht verandert sich," konstatierte Kikjou, halb lüstern und halb betrübt. „Wie fremd du mir wirst! Du bist schon ganz weit weg ... La chose infernale entführt dich —: wohin ? — Wohin Martin?" rief Kikjou ihm zu, mit erhobener Stimme, als galte es, sich über weite Entfernungen verstandlich zu machen. „Ist es schön, wo du bist ?" fragte Kikjou, wie über Abgründe weg. Und Martins entrückte Stimme gab Antwort: „Wunderschön."

Aneinander geschmiegt sprachen sie die Nachte lang. Kikjou lieB die grausamen, unendlich neugierigen und unendlich zartlichen Augen nicht von Martins weiBer, besanftigter und streng verklarter Miene.

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