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schönes Atelier zu verlassen. Erst am spaten Nachmittag verbrachten sie eine Stunde im Bistrot gegenüber, um einen Vermouth zu trinken. Dann gesellte sich wohl David Deutsch zu ihnen, der sich noch intensivere Sorgen um Martin machte als der brave Valet de Chambre. David liebte und bewunderte den jungen Dichter, der sich nun an so bedenkliche Abenteuer verlor. Er nahm Kikjou bei Seite, um ihn herzlich zu bitten: „Bringen Sie ihn doch ab von dem abscheulichen Gift! Sie haben EinfluB auf ihn! Machen Sie ihn geltend! Wir verlieren Martin, wenn er es so weiter treibt — was ja bedeuten würde, daB er es bald viel schlimmer treiben wird. Wir dürfen ihn nicht verlieren!" Aber Kikjou — ein junger Priester, der nachsichtig das helle Antlitz zur nackten Sünde neigt — schüttelte nur sanft das Haupt. ,,La chose infernale ist schon starker geworden als ich," sagte er, und es klang kaum bedauernd.

Das Abendessen nahmen sie zu dritt in dem kleinen Restaurant, Ecke rue des Saints Pères, wo damals die Amerikanerin ausgespuckt hatte. Und dann kam wieder die Nacht . . .

Am nachsten Vormittag lieB Marcel auf dem Korridor vor Martins und Kikjous Zimmer den Vogelruf horen, mit dem er sich anzumelden pflegte: „Ohu . . . Ohu!" Er muBte mehrfach an die Türe klopfen, ehe Martin, sehr verschlafen und in einem nicht ganz sauberen Pyjama, ihm die Türe öffnete. „Les singes!" schimpfte Marcel. Er nannte die Beiden niemals anders, was eine Anspielung auf Kikjous zartes und nervöses Afïengesichtchen war. „Natürlich! Mitten am Tag noch im Bett!" Martin brachte in seinem langsamen, unbeholfenen Französischschmollendvor: „So eine Gemeinheit, einen gleich nach Mitternacht

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